Berlin / Niederbayern / Lkr. Rottal-Inn. Die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger (Bündnis 90 / Die Grünen) hat sich am 16. April 2026 strikt gegen die Forderungen von Unions-Fraktionschef Jens Spahn zur Wiederinbetriebnahme abgeschalteter Atomkraftwerke ausgesprochen. Schönberger reagiert damit auf die jüngsten Vorstöße der Union zur Energiepolitik. Die Abgeordnete aus dem Wahlkreis Rottal-Inn sieht in der Atomkraft keine Lösung für die aktuelle Energieversorgung.
Wirtschaftliche und technische Bedenken
Laut Schönberger hat sich an der Faktenlage zur Atomenergie nichts geändert. Sie bezeichnete das Vorhaben einer Wiederinbetriebnahme als technisch schwierig und wirtschaftlich riskant. Nach Angaben der Abgeordneten ist Atomstrom in Deutschland derzeit etwa viermal so teuer wie Energie aus Sonne und Windkraft. Die Präsentation dieser Technologie als Lösung für günstige Strompreise bezeichnete sie als Täuschung der Wähler.
“Während die Bundesregierung mit ihrer Wirtschaftsministerin Katherina Reiche das Land weiter in die Abhängigkeit von teurem Öl und Gas treibt, zündet Jens Spahn mit der Forderung nach der Reaktivierung der Atomkraftwerke die nächste Nebelkerze” kritisiert Schönberger.
Widerstand der Energieunternehmen und Abhängigkeit
Neben den sicherheitstechnischen Aspekten und der ungeklärten Endlagerfrage verwies Schönberger darauf, dass sich auch die Energieunternehmen selbst regelmäßig gegen eine Rückkehr zur Atomkraft aussprechen.
Fokus auf erneuerbare Energien
Für die Zukunft setzt Schönberger auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Diese würden nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch geopolitische Unabhängigkeit schaffen. Die Abgeordnete forderte die Bundesregierung auf, eine Politik im Sinne der Bürger zu verfolgen und sich von den Interessen der fossilen Lobby zu lösen.
