Was war los in und um Grafenau im Landkreis Freyung-Grafenau? In unserer Zusammenfassung finden Sie die wichtigsten Einsätze und Fahndungen der lokalen Polizei und des Polizeipräsidiums Niederbayern. Alle Angaben spiegeln den aktuellen Kenntnisstand wider und können im Tagesverlauf aktualisiert werden. Wir konzentrieren uns auf Sachverhalte von allgemeiner Relevanz. Kleinere Verkehrsunfälle, Bagatellfälle sowie Einsätze mit rein privatem Bezug werden nicht aufgeführt. Alltägliche Verkehrsdelikte (z. B. Alkohol-, Drogen- oder Geschwindigkeitsverstöße) erfassen wir in einer statistischen Übersicht.
Polizeibericht(e) vom Samstag, 27.06.2026
Unfallflucht in Gerading
ZENTING. Am Freitag, den 26.06.2026 gegen 07.30 Uhr, führte ein 39-Jähriger Arbeiten am Netzwerkverteiler-Kasten im Ortsteil Gerading durch.
Ein bislang unbekannter Fahrer eines 7,5-Tonnen-Lkw mit Passauer Zulassung fuhr am 39-Jährigen vorbei. Da aufgrund eines abgestellten Fahrzeugs die Situation beengt war, schloss der 39-Jährige die Türe des Netzwerkverteiler-Kastens.
Bei der Vorbeifahrt fuhr der Lkw-Fahrer mit dem linken hinteren Reifen über das Einspleißgerät, welches für die Glasfaseranschluss-Tätigkeiten benötigt wird. Das Gerät wurde hierdurch beschädigt.
Trotz mehrere Versuche, den Lkw-Fahrer darauf aufmerksam zu machen, fuhr der bis dato unbekannte Fahrer weiter.
Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.
Versuchter Betrug auf Ebay
SANKT OSWALD-RIEDLHÜTTE. Am Freitag, den 26.06.2026, erstattete ein 62-Jähriger Strafanzeige wegen versuchten Betrugs.
Der Mann wollte auf Ebay verkaufen. Ein vermeintlicher Kaufinteressent kontaktierte den 62-Jährigen direkt per Email und übersandte einen Link zur Bestätigung des Kaufs. Der 62-Jährige gab die geforderten Daten wie PIN und Passwort ein.
Wie später auffiel, wollte der bislang unbekannte Täter das hinterlegten Kartenkonto belasten, was jedoch aufgrund des eingestellten Tageslimits scheiterte. Zum Glück entstand hier kein finanzieller Schaden.
Die Polizei warnt davor, auf unbekannte Links zu klicken und empfiehlt bei Emails, den tatsächlichen Absender zu überprüfen. Diese haben in solchen Fällen in der Regel nichts mit dem angezeigten Absender in der Überschrift der Mail zu tun.
Feuerwehrler ausgebremst und beleidigt
GRAFENAU. Am Freitag, den 26.06.2026 gegen 12.20 Uhr, wollten zwei Angehörige der Grafenauer Feuerwehr einen Rüstwagen aus der Garage fahren. Es sollten Vorbereitungen für eine bevorstehende Veranstaltung getroffen werden.
Als sich das Feuerwehrfahrzeug nahezu komplett außerhalb der Garage befand, fuhr ein bis dato unbekannter Mann mit seinem braunen Volvo auf den Vorplatz und direkt vor das Feuerwehrfahrzeug, sodass die 25-Jährige Fahrerin stark abbremsen musste.
Die 25-Jährige und ihr 22-jähriger Feuerwehrkamerad machten mit Gesten den Fahrer darauf aufmerksam, dass sie aus der Garage ausfahren wollen. Der als ca. Mitte 50-Jähriger beschriebene Fahrer stieg aus seinem Pkw aus, klopfte an die Beifahrertüre des Rüstfahrzeugs. Der 22-Jährige öffnete daraufhin die Türe. Während des verbalen Austauschs soll es zu Beleidigungen zum Nachteil der beiden Feuerwehrler gekommen sein.
Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Polizeibericht(e) vom Freitag, 26.06.2026
Sicherheitsgespräch 2025: Dreizehn Straftaten mehr als im Vorjahr gemeldet
SANKT OSWALD-RIEDLHÜTTE. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Sicherheitsgespräche bei den Gemeinden trafen sich Bürgermeister Andreas Waiblinger und Geschäftsleiterin Nina Vater mit dem Leiter der Polizeiinspektion Grafenau, um über die Sicherheitslage im Bereich der Gemeinde Sankt Oswald-Riedlhütte zu sprechen.
Obwohl die Anzahl der Straftaten von 34 im Jahr 2024 auf 47 im Jahr 2025 gestiegen ist, ist die Gemeinde Sankt Oswald-Riedlhütte noch immer eine sehr sichere Gemeinde.
Ein Anstieg ergab sich im Bereich der Vermögensdelikte (2024: 3 Fälle, 2025: 10 Fälle), bei den Sachbeschädigungen (2024: 3 Fälle, 2025: 6 Fälle) und bei der Straßenkriminalität (2024: 1 Fall, 2025: 4 Fälle). Hierunter versteht man Straftaten, die im öffentlichen Raum, also auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen passieren. Alle andere Bereich blieben auf konstant niedrigem Niveau.
Polizeibericht(e) vom Donnerstag, 25.06.2026
Auf Museumsdorfparkplatz Kennzeichen entwendet
THURMANSBANG. In der Zeit zwischen Dienstag, den 23.06.2026, und Mittwoch, den 24.06.2026, wurden von einem auf dem Parkplatz des Museumsdorfs abgestellten Opel Corsa beide Kennzeichenschilder entwendet.
Die Kennzeichen für den Landkreis Erding (ED) wurden zur Fahndung ausgeschrieben, dem Halter entstand neben den Unannehmlichkeiten noch ein Schaden in Höhe von ca. 100 Euro.
Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Grafenau unter Telefonnummer 08552/9606-0 melden.
Polizeibericht(e) vom Mittwoch, 24.06.2026
Polizeiliche Kriminalstatistik: In Zenting ist die Welt noch in Ordnung
ZENTING. Zwar stiegen die zur Polizeilichen Kriminalstatistik gemeldeten Straftaten für den Bereich der Gemeinde Zenting im Jahr 2025 auf 30 Fälle gegenüber 6 Straftaten aus dem Vorjahr, dennoch ist die Welt in Zenting noch in Ordnung. Dieser übereinstimmenden Meinung waren Bürgermeister Dirk Rohowski und Thomas Kern, Leiter der PI Grafenau, beim alljährlichen Sicherheitsgespräch.
Die Anzahl der gemeldeten Körperverletzungsdelikte stieg von einem im Vorjahr auf acht im Jahr 2025, allerdings sind die angezeigten Straftaten hauptsächlich auf Streitigkeiten eines ehemals liierten Pärchens zurückzuführen.
Die Anzahl der erfassten Verkehrsunfälle im Bereich Zenting blieb nahezu konstant. Während im Jahr 2024 insgesamt 34 Unfälle von der Polizei aufgenommen wurden, waren es im vergangenen Jahr 31. Allein 21 davon waren Wildunfälle.
Polizeibericht(e) vom Dienstag, 23.06.2026
Körperverletzung in der Elsenthaler Straße
GRAFENAU. Am Montagnachmittag, den 22.06.2026, kam es gegen 14.30 Uhr in der Elsenthaler Straße zu einer verbalen und letztendlich auch körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei wurde ein 54-Jähriger leicht an der Schulter und am Hals verletzt und begab sich selbstständig in ärztliche Behandlung.
Die Polizeiinspektion Grafenau ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.
Unfall verursacht und nicht gemeldet
GRAFENAU. Am Montag, den 22.06.2026 zwischen 10:25 Uhr und 12:00 Uhr, parkte eine 71-Jährige ihren blauen Renault Symbioz am Krankenhausparkplatz in Grafenau. Als sie wegfahren wollte, bemerkte sie eine Beschädigung an der vorderen Stoßstange.
Der bislang unbekannte Verursacher hat keine Daten hinterlassen und den Unfall nicht gemeldet. Er kam somit seinen Pflichten als Unfallverursacher nicht nach. Die Polizeiinspektion Grafenau ermittelt wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort und bittet um Hinweise.
Personen, die im relevanten Zeitraum Beobachtungen am Krankenhausparkplatz gemacht haben, werden gebeten, sich unter der 08552/9606-0 zu melden.
Verdächtiges Hundefutter am am Wanderparkplatz Martinswies gefunden
SANKT OSWALD-RIEDLHÜTTE. Am Samstag, den 20.06.2026, wurde am Wanderparkplatz Martinswies im Nationalpark ein Haufen Hundetrockenfutter gefunden. Dem Finder kam das Futter verdächtig vor und er meldete es an Verantwortliche des Nationalparks.
Nachdem nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich möglicherweise um vergiftetes Futter handelt, hat die Polizeiinspektion Grafenau ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei einer großräumigen Absuche wurden keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden. Zur Feststellung der Inhaltsstoffe wird nun ein Gutachten veranlasst.
Die Polizeiinspektion Grafenau bittet Personen, die Hinweise geben können, sich unter der 08552/9606-0 zu melden.
Polizeibericht(e) vom Montag, 22.06.2026
22 Geschwindigkeitsverstöße an zwei Tagen
SALDENBURG. 22 Geschwindigkeitsverstöße an zwei Tagen auf der B 85, Höhe Saldenburg und auf der Staatsstraße 2128, Höhe Thurmansbang haben die Polizeiinspektion Grafenau in Zusammenarbeit mit der VPI Passau festgestellt. 1062 Fahrzeuge wurden gemessen.
15 Verkehrsteilnehmer müssen Verwarnungsgeld zahlen und 7 Verstöße werden mit einer Anzeige geahndet. Ein Autofahrer muss zudem seinen Führerschein im Rahmen eines Fahrverbots abgeben. Spitzenreiter war hier der Geschwindigkeitsverstoß eines Verkehrsteilnehmers, der mit 126 km/h bei erlaubten 80km/h durch die Messstelle fuhr.
Unvorsichtig auf „Kleinanzeigen“ agiert
GRAFENAU. Zu sorglos hat eine 32-jährige Frau auf das Kaufinteresse auf der Onlineplattform „Kleinanzeigen“ agiert. Sie hatte dort Babyflaschen für 10 Euro zum Verkauf eingestellt. Ein vermeintlicher Kaufinteressent sandte ihr einen Link, damit die Zahlung durchgeführt werden konnte, wie er ihr schrieb.
Die Geschädigte gab hier ihre Bankdaten ein, nachdem kein weiterer Kontakt mit dem Käufer mehr möglich war, bemerkte sie, dass es der Interessent wohl nur auf ihre Bankdaten abgesehen hatte. Aufgrund des Umstandes, dass sie den Betrug noch rechtzeitig bemerk hatte, konnte sie ihr Konto sperren, so dass ihr letztendlich kein unmittelbarer Schaden entstanden ist.
Die Polizei Grafenau hat ein Ermittlungsverfahren gegen den unbekannten Betrüger wegen Ausspähen von Daten eingeleitet.
Beleidigung und Bedrohung am Bahnhof
GRAFENAU. Am Samstag, den 20.06.2026 gegen 15.40 Uhr, wurde die Polizei Grafenau zu einem Konflikt am Bahnhof gerufen. Dort sind ein 54-Jähriger und ein 59-Jähriger verbal aneinandergeraten, auch habe der offensichtlich angetrunkene jüngere der Streithähne seinen Kontrahenten mit Schlägen gedroht.
Die Polizei bereinigte die Situation – gegen den Störer wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Zudem wird er sich strafrechtlich wegen Beleidigung verantworten müssen.
Eigener Hund zugelaufen! – Trick ging nach hinten los
GRAFENAU. Ein 43-jähriger Hundebesitzer war seines Tieres offensichtlich überdrüssig und wollte diesen loswerden. Um sich die damit verbundenen Kosten und Mühen zu sparen, hatte er eine „tolle Idee:“ Er meldete sich beim Tierheim und gab dort an, in Thurmansbang einen Hund gefunden zu haben.
Das Tierheim Wollaberg holte das Tier ab und nahm es in Obhut. Um den vermeintlichen Hundebesitzer zu ermitteln und wieder mit seinem Tier zusammenzuführen, steuerte das Tierheim einen entsprechenden Aufruf auf Facebook. Mit Erfolg!
Es meldete sich die Vorbesitzerin des Hundes, diese konnte tatsächlich auch weiterhelfen. Sie gab gegenüber dem Tierheim an, den Hund vor einiger Zeit abgegeben zu haben und nannte auch den Namen des Besitzers. Fatal für diesen, handelte es sich bei diesem genau um den „aktuellen“ Hundehalter, der seinen Hund am Donnerstag, den 18.06.2026, beim Tierheim als „Fundhund“ abgegeben hatte.
Weil er sich auf diese Art und Weise ca. 500 Euro für eine offizielle Abgabe hat sparen wollen, wird gegen den „Tierfreund“ wegen Betrug ermittelt.
Computerbetrug: 1.890 Euro an Fake-Verkaufsplattform überwiesen
SPIEGELAU. Eine 48-jährige Frau erstattete am Freitag, den 16.06.2025, Strafanzeige wegen Betrug gegen Unbekannt. Sie registrierte sich auf einer Internetseite und wollte dort einen Artikel zum Verkauf einstellen.
Sie wurde auf eine andere Seite weitergeleitet. Sie ging davon aus, dass es sich um die Verkaufsplattform handeln würde. Sie wurde angehalten, ihr Konto zu „verifizieren“, indem sie 1.890 Euro freigegeben hat. Danach war „Ende“ mit der Verkaufsplattform. Sowohl der Kontakt, als auch ihr Geld waren weg.
Die Polizeiinspektion Grafenau ermittelt gegen Unbekannt wegen Computerbetrug.
„Schnäppchenkauf“ auf Fake-Internetseite
GRAFENAU. Auf ein „Schnäppchenangebot“ im Internet hereingefallen ist ein 60-Jähriger aus Grafenau. Er erwarb auf einer Internet-Webseite einen Kärcher-Staubsauger für 65 Euro, welche er per Kreditkarte bezahlte. In der Folge hat der Käufer bemerkt, dass er Opfer einer Fake-Shop Seite geworden ist.
Er konnte sein Geld nicht mehr zurückholen. Betrugsermittlungen wurden eingeleitet.
Internet-Betrügerin in Nordrhein-Westfalen ermittelt
SCHÖNBERG. Eine 45-jährige aus dem Gemeindebereich Schönberg erhielt seit Jahren Schreiben von Inkassofirmen für Forderungen, die unberechtigt waren. Diese warf sie weg, weil sie keinerlei Grundlage hatten.
Erst nachdem sie ein Schreiben des Gerichtsvollziehers erhalten hat, wurde sie aktiv. Zwar konnte sie die Zwangsmaßnahmen abwenden, jedoch gingen weiterhin entsprechende – unberechtigte – Zahlungsaufforderungen bei ihr ein.
Die Polizei Grafenau konnte zwischenzeitlich eine Tatverdächtige ermitteln. Diese wohnt in Nordrhein-Westfalen und muss sich wegen der Betrugsdelikte verantworten.
