HOFKIRCHEN / VILSHOFEN AN DER DONAU / BEUTELSBACH, LKR. PASSAU. Am 28.04.2026 gegen 12:55 Uhr, erhielt eine 81-jährige Frau einen Anruf einer angeblichen Ärztin, dass ihre Tochter schwer erkrankt sei und dringend Medikamente benötigen würde, da die Lebenserwartung nur noch 3 Monate beträgt.
Die Kosten für die Medikamente würden sich auf einen Betrag im unteren fünfstelligen Eurobereich belaufen. Nachdem die unbekannte Anruferin das Telefon an die vermeintliche Tochter der 81-Jährigen weitergab, bemerkte diese den versuchten Betrug und beendete das Gespräch.
Dieselbe Art des Schockanrufes erhielten im Laufe des Nachmittages noch ein 63-Jähriger und eine 88-Jährige, die glücklicherweise den versuchten Betrug ebenfalls bemerkten und das Gespräch jeweils beendeten.
Ein 64-Jähriger Mann erhielt am 28.04.2026, gegen 17:50 Uhr, einen Anruf von einem Unbekannten, welcher sich ebenfalls als Arzt ausgab und mitteilte, dass die Tochter des Mannes auf Grund einer schweren Krankheit in eine Klinik nach München gebracht werden müsse.
Im Hintergrund des Telefonats war hier eine weinende Frauenstimme zu hören. Nachdem der 64-Jährige seine Tochter tatsächlich nicht erreichen konnte, machte er sich zusammen mit seiner Ehefrau auf den Weg nach München.
Kurze Zeit später bekam der 64-Jährige nochmals einen Anruf, dass er Geld oder Gold für die Behandlungskosten seiner Tochter mitbringen solle. Da der Anruf von einer griechischen Nummer kam, durchschaute der 64-Jährige schließlich den Betrugsversuch und verständigte die Polizei.
Diese hat die Ermittlungen gegen Unbekannt wegen eines versuchten Betruges aufgenommen.
Sogenannte Schockanrufe sind eine perfide Masche von Betrügern, die ihre Opfer durch vorgetäuschte Notlagen von Verwandten unter massiven psychischen Druck setzen, um Geld oder Wertgegenstände zu erbeuten.
Hier sind die wichtigsten Sofortmaßnahmen zum Schutz bei einem Anruf:
- Auflegen: Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, legen Sie sofort auf. Das ist nicht unhöflich, sondern Selbstschutz.
- Keine Informationen: Geben Sie niemals Informationen über persönliche oder finanzielle Verhältnisse preis.
- Kein Geld und keine Wertsachen übergeben: Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte. Die Polizei oder offizielle Stellen fordern niemals Bargeld oder Gold zur Verwahrung an.
- Vertrauensperson anrufen: Rufen Sie den Angehörigen, um den es angeblich geht, unter der Ihnen bekannten Nummer an.
- Polizei informieren: Wählen Sie die 110, wenn Sie sich bedroht oder unsicher fühlen.
Weitere Informationen zum Thema „Schockanrufe“ erhalten Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/schockanrufe/.
