UNTERGRIESBACH. Am Samstag kam es bei einer großangelegten, grenzüberschreitenden Ölwehrübung auf der Donau oberhalb des Wasserkraftwerks Jochenstein zu einem schweren Unfall.
Ziel der Übung war es, eine schwimmende Ölsperre im Oberwasser des Kraftwerks von der österreichischen Uferseite bis zum sogenannten Trenndamm, welcher die Abgrenzung zwischen Kraftwerks- und Schleusenbereich etwa in der Donaumitte bildet, auf die deutsche Seite zu ziehen.
Hierzu wurden ein Feuerwehrboot sowie eine benzinbetriebene Seilwinde eingesetzt, die auf dem Trenndamm verankert war. Während des Einsatzes riss ein Verbindungsseil. In der Folge wurde der Windenführer von der zurückschnellenden Winde im Oberkörperbereich getroffen.
Der 43-jährige Feuerwehrmann aus Österreich trug entsprechende Schutzkleidung, erlitt jedoch schwere Verletzungen. Er wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum Passau geflogen. Nach aktuellen Informationen befindet sich der Mann auf dem Weg der Besserung.
An der Übung waren rund 100 Einsatzkräfte umliegender Feuerwehren beteiligt. Die Übung wurde nach dem Unfall umgehend abgebrochen. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang werden von der Wasserschutzpolizei Passau geführt.
