Eggenfelden. Nach dem Auftauchen verbotener nationalsozialistischer Symbole im Stadtgebiet von Eggenfelden hat die Kriminalpolizei Passau einen Tatverdächtigen ermittelt. Der 33-jährige Mann wurde bei einer Wohnungsdurchsuchung festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Dem polizeilichen Erfolg gingen mehrwöchige Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Landshut voraus.
Holzkonstruktionen mit verfassungsfeindlichen Symbolen vor dem Finanzamt
Mitte März sowie Anfang April 2026 kam es in Eggenfelden zu zwei Vorfällen, bei denen ein zunächst Unbekannter Holzkonstruktionen mit verfassungsfeindlichen Symbolen platzierte. Im ersten Fall wurde ein Gestell mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ direkt vor dem Finanzamt aufgestellt. Wenige Wochen später folgte an gleicher Stelle, eine Konstruktion in Form eines schwarzen Kamins, die mit Hakenkreuzen und SS-Runen versehen war.
Durchsuchung im Landkreis Passau
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Passau und der Staatsanwaltschaft Landshut führten schließlich zu einem 33-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Auf Basis eines richterlichen Beschlusses durchsuchten Einsatzkräfte am Donnerstag, den 16.04.2026, die Wohnung des Mannes im Landkreis Passau. Dabei stellten die Beamten Beweismittel sicher, darunter Gegenstände mit nationalsozialistischen Symbolen sowie ein Mobiltelefon, welche nun kriminaltechnisch ausgewertet werden.
Vollzug eines bestehenden Haftbefehls
Neben den aktuellen Vorwürfen wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen lag gegen den Tatverdächtigen bereits ein separater Haftbefehl vor. Dieser wurde im Rahmen der Durchsuchung am Donnerstag unmittelbar vollzogen. Der 33-Jährige befindet sich seitdem in einer Justizvollzugsanstalt.
