BAD GRIESBACH / LKR. PASSAU. Am 15.04.2026 kam es im Bereich Bad Griesbach zur mehreren sogenannter „Schockanrufe“. Bei der Polizeiinspektion Bad Griesbach gingen diesbezüglich mehrere Meldungen ein. Glücklicherweise kam es bei allen Meldungen zu keinem Schaden, da die Masche erkannt wurde.
Es ist der Albtraum eines jeden Elternteils oder Großelternteils: Ein Anruf, eine weinende Stimme, eine dramatische Nachricht. Betrüger nutzen derzeit verstärkt sogenannte „Schockanrufe“, um die Angerufenen um ihr Erspartes zu bringen. Die Täter gehen dabei höchst professionell und skrupellos vor, teils sogar unter Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI), um Stimmen zu fälschen.
Die Masche: Panik erzeugen
Die Betrüger rufen meist bei Senioren an, geben sich als Polizisten, Staatsanwälte oder weinende Verwandte aus und berichten von einem angeblichen schweren Verkehrsunfall, den ein Angehöriger verursacht habe. Um eine angebliche Gefängnisstrafe abzuwenden, wird dringend eine Kaution gefordert – oft im fünfstelligen Bereich.
- Der psychologische Druck: Die Opfer werden durch die Schocknachricht in ein seelisches Ungleichgewicht gebracht und unter enormen Zeitdruck gesetzt, damit sie keine Zeit zum Nachdenken oder für Rückfragen haben.
- Neue Dimension der Täuschung: Die Kriminellen nutzen mittlerweile KI, um die Stimmen von Angehörigen täuschend echt nachzuahmen.
Warnung der Behörden: Nie Geld übergeben
Das Bundeskriminalamt (BKA) und lokale Polizeidienststellen warnen eindringlich vor dieser Masche. Die Täter schrecken nicht davor zurück, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände von ihren Opfern zu fordern und durch Komplizen vor der Haustür abholen zu lassen.
Tipps der Polizei – So schützen Sie sich und Ihre Angehörigen
- Legen Sie einfach auf: Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, beenden Sie das Gespräch sofort. Dies ist nicht unhöflich, sondern Selbstschutz.
Keine Details preisgeben: Nennen Sie am Telefon niemals persönliche oder finanzielle Verhältnisse (Name, Adresse, Bankdaten). - Hinterfragen Sie die Geschichte: Fragen Sie den Anrufer nach Dingen, die nur der echte Verwandte wissen kann.
- Rufen Sie selbst an: Kontaktieren Sie Ihre Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer, um die Geschichte zu überprüfen.
- Polizei ruft nie so an: Die Polizei fordert niemals Geld oder Wertsachen am Telefon oder an der Haustür.
- Nutzen Sie die 110: Bei Verdacht sofort die Polizei unter der 110 anrufen – aber vorher auflegen, um die Leitung freizumachen.
Prävention ist wichtig
Die Polizei rät dazu, besonders ältere Menschen in der Familie und Nachbarschaft über diese Betrugsmasche aufzuklären. Ein kurzes „Auflegen“ kann helfen, den Verlust der gesamten Ersparnisse zu verhindern.
