MITTERSKIRCHEN / LKR. ROTTAL-INN. Am 13.04.2026 wurde ein 46-jähriger bei der Polizeiinspektion Eggenfelden vorstellig und gab an, in einem Zeitraum über ca. einem Monat mehrere Amazon-Pakete erhalten zu haben, welche er zu keinem Zeitpunkt bestellt hatte. Hierbei wurden verschiedenste Gegenstände an seine Anschrift und seinen Name versendet.
Es ist erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass zu einem späteren Zeitpunkt Mahnungen eines Inkassounternehmens bei dem Geschädigten eingehen, mit einer Zahlungsaufforderung bzgl. der erhaltenen Ware.
Es wird u.a. wegen Warenkreditcomputerbetrug ermittelt.
„Brushing“ – Was steckt hinter dieser Betrugsmasche?
Bei dieser Betrugsmasche – genannt „Brushing“, nutzen die Betrüger Fake-Accounts, über die sie dann eine Bestellung anlegen. Im Anschluss daran versenden die Amazon-Händler ihre Waren an real existierende Adressen. Allerdings handelt es sich bei den Adressen meist um Daten, die bei Datenleaks gestohlen wurden und dann illegal als Adresslisten verkauft werden.
Für die Händler hat die Masche allerdings einen Vorteil, dadurch, dass der Versand erfolgt ist, können die Inhaber der Fake-Accounts, die sie zum Bestellen nutzen, eine positive Bewertung für das Produkt abgeben. Dies erhöht die Sichtbarkeit der Produkte, wenn danach gesucht wird. Außerdem profitiert so auch der Amazon-Händler, denn seine Abverkäufe können sich dadurch ebenfalls erhöhen.
