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Intelligente Stromzähler: Was Sie über Smart Meter wissen sollten

27.01.2025, 16:05 Uhr
Aktualisiert: 06.04.2025, 17:46 Uhr
Sie sollen dabei helfen die Energiewende in Privathaushalten zu beschleunigen. Die Umstellung auf intelligente Stromzählern, so genannten Smart Metern, hat deutschlandweit begonnen. Zwar sind die meisten Haushalte zunächst noch nicht davon betroffen, jedoch ist es sinnvoll, sich bereits jetzt mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir erklären, was man über die neue Messung des Stromverbrauchs wissen sollte. Intelligente […] © Symbolbild

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Sie sollen dabei helfen die Energiewende in Privathaushalten zu beschleunigen. Die Umstellung auf intelligente Stromzählern, so genannten Smart Metern, hat deutschlandweit begonnen. Zwar sind die meisten Haushalte zunächst noch nicht davon betroffen, jedoch ist es sinnvoll, sich bereits jetzt mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir erklären, was man über die neue Messung des Stromverbrauchs wissen sollte.

Intelligente Stromzähler: Was ist ein Smart Meter?

Smart Meter ist ein intelligentes Messsystem, welches den Stromverbrauch ermittelt und die Daten speichert und verarbeitet. Es besteht aus zwei Komponenten: Einem digitalen Stromzähler, der den Verbrauch im Haushalt misst und einem Kommunikations-Gateway, welches die erhobenen Daten an die Strom- und Netzbetreiber überträgt. Gleichzeitig ist es auch in der Lage Daten zu empfangen. Somit könnte in Zukunft das jährliche Stromablesen automatisiert werden.

Wer muss einen Smart Meter einbauen lassen?

  • Haushalte mit einem überdurchschnittlich hohen Stromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden pro Jahr.
  • ab Herbst 2020: Haushalte mit Strom erzeugenden Anlagen mit einer Nennleistung von mehr als 7 Kilowatt.
  • ab Herbst 2020: Haushalte mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung wie beispielsweise einer Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe.

Was passiert mit den Haushalten, die keinen intelligenten Stromzähler bekommen?

Auch für Haushalte, die keinen Smart Meter bekommen sind Änderungen vorgesehen. Nach und nach sollen auch hier moderne Messeinrichtungen eingebaut werden, die allerdings keine Daten senden oder empfangen können. Diese digitalen Zähler sollen bis 2032 in allen Haushalten zu finden sein.

Was sind die Vorteile eines Smart Meter?

  • Strom sparen: Eigener Stromverbrauch wird veranschaulicht (an welchen Tagen und Uhrzeiten wird wie viel Strom verbraucht) und kann Haushalten zur effizienteren Nutzung und zum Sparen verhelfen.
  • Ablesen aus der Ferne: Könnte in Zukunft exakte Abrechnungen ohne Abschlagszahlungen möglich machen.
  • Regulierung des Stromverbrauchs: Nach der Einführung flexibler Stromtarife, die auf Stromerzeugnis aus erneuerbaren Energien reagieren, könnte es in Zukunft möglich sein unterschiedliche Haushaltsgeräte (Spülmaschine, Waschmaschine etc.) dann laufen zu lassen, wenn Strom in großen Mengen verfügbar und am günstigsten ist.

Gibt es Nachteile?

Intelligente Stromzähler senden und empfangen Daten und sind somit grundsätzlich durch Dritte angreifbar. Die gespeicherten Messwerte können Aufschluss über den Alltag und Gewohnheiten der im Haushalt lebender Menschen geben. Daher wurden hohe Anforderungen an die Sicherheit der Software und Hardware der Betreiber gestellt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) prüft und zertifiziert die Einhaltung der Sicherheitsstandards.

Gleichzeitig gibt es derzeit noch keinen direkten finanziellen Nutzen für Haushalte denn die oben erwähnten variablen Tarife, bei denen Strom günstiger oder teurer wird und das Smart Meter darauf reagiert, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt kaum.

Welche Kosten kommen bei Einbau eines Smart Meter auf einen Haushalt zu?

Wenn der Einbau des Smart Meter vom Messstellenbetreiber beschlossen wurde, gibt es bestimmte Obergrenzen für die zusätzlichen jährlichen Kosten. Diese werden je nach Menge des verbrauchten Stroms oder der Leistung der Strom erzeugenden Anlage festgelegt. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch bis 2.000 kWh/Jahr zahlt beispielsweise 23 Euro jährlich, werden über 10.000 kWh/Jahr verbraucht sind es 130 Euro. Bei einer Strom erzeugenden Anlage mit einer Nennleistung zwischen 7 und 15 kW liegen die zusätzlichen Kosten bei 100 Euro im Jahr.

In vielen Fällen muss jedoch zusätzlich der Zählerschrank umgebaut werden, insbesondere betroffen sind hierbei Bauten älter als 1965. Hier sollten Haushalte mit bis zu mehreren Tausend Euro rechnen, die selbst gezahlt werden müssen.

Ebenfalls höhere Kosten muss ein Haushalt zahlen, der den Einbau eines intelligenten Stromzählers freiwillig veranlasst oder sich für einen anderen als den grundzuständigen Messstellenbetreiber entscheidet.

Welche Daten werden von Smart Metern gesendet?

Intelligente Messsysteme senden automatische die jährlichen Verbrauchswerte eines Haushaltes an den Stromversorger und den Netzbetreiber. Somit kann die Jahressumme des Stromverbrauchs aus der Ferne übermittelt werden.

Besitzt ein Haushalt eine Strom erzeugende Anlage oder verbraucht mehr als 10.000 kWh/Jahr, erhalten Netzbetreiber und Energieversorger ein tägliches Protokoll, in dem der Verbrauch und die Einspeisung des Vortags in viertelstündlichen Intervallen aufgeschlüsselt ist.

Sofern gewünscht sind Energieversorger dazu verpflichtet, kostenfreie monatliche Verbrauchsinformationen den Haushalten bereitzustellen. Um dies zu ermöglichen, muss hierfür eine monatliche Übertragung der Messwerte stattfinden.

Muss man sich selbst um den Einbau kümmern?

Nein, der flächendeckende Einbau der digitalen Messsysteme und der Smart Meter unterliegt den Messstellenbetreibern. In den nächsten drei Jahren müssen die Betreiber festgelegte gesetzliche Vorgaben erfüllen und obliegen der Pflicht in zehn Prozent der Pflichteinbauten die intelligenten Stromzähler einzubauen. Die entsprechenden Haushalte werden von den Messstellenbetreibern kontaktiert.

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