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50 Jahre Einsatz: Caritas Frühförderdienst am LimitÜber 2.400 Kinder jährlich: Fachdienst warnt vor Finanzierungslücken

10.02.2026, 14:34 Uhr
Aktualisiert: 26.02.2026, 14:35 Uhr
<p>Redaktion</p>
Lkr. Passau. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten unterstützt der Caritas Frühförderdienst im Bistum Passau Kinder und Eltern in schwierigen Entwicklungsphasen. Bei einem aktuellen Ortstermin mit regionalen Mandatsträgern verdeutlichten die Verantwortlichen die enorme Bedeutung der Einrichtung, die jedoch zunehmend vor finanziellen und personellen Herausforderungen steht. Einrichtungsleiterin Petra Haderer-Moser betonte dabei die Rolle als unverzichtbare Stütze für Familien in […] © Stefanie Starke

Von rechts: MdL Josef Heisl, Caritas-Diözesandirektorin Andrea Anderlik, Einrichtungsleiterin Petra Haderer-Moser, Elisabeth Einweg, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer und Bezirksrat Stephan Gawlik

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Lkr. Passau. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten unterstützt der Caritas Frühförderdienst im Bistum Passau Kinder und Eltern in schwierigen Entwicklungsphasen. Bei einem aktuellen Ortstermin mit regionalen Mandatsträgern verdeutlichten die Verantwortlichen die enorme Bedeutung der Einrichtung, die jedoch zunehmend vor finanziellen und personellen Herausforderungen steht. Einrichtungsleiterin Petra Haderer-Moser betonte dabei die Rolle als unverzichtbare Stütze für Familien in Stadt und Landkreis.

Mammutaufgabe für ein spezialisiertes Team

Der Bedarf an professioneller Unterstützung wächst stetig: Allein im Jahr 2024 betreute der Dienst mit knapp 50 Mitarbeitenden mehr als 2.400 Kinder im gesamten Sozialraum. Das Portfolio reicht von der Entwicklungsdiagnostik über die interdisziplinäre Frühförderung bis hin zur spezialisierten Schreibabyambulanz. Laut Diözesan-Caritasdirektorin Andrea Anderlik stellt die langfristige Finanzierung in einzelnen Bereichen sowie die schwierige Personalgewinnung den Träger vor große Hürden, da die Mittel oft nicht mehr ausreichen, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Prävention direkt im Alltag der Familien

Ein besonderes Merkmal des Dienstes ist seine mobile Präsenz. Die Mitarbeitenden sind in über 125 Kindergärten der Region tätig und beraten dort auch das pädagogische Personal vor Ort. Elisabeth Einweg, Leiterin des pädagogisch-psychologischen Dienstes, hob hervor, dass man durch diese Niederschwelligkeit auch sogenannte Risikokinder frühzeitig erreiche. Ziel sei es, die Entwicklung der Kinder umfassend zu fördern und Eltern schnelle, unbürokratische Hilfe anzubieten, wenn sie punktuell überfordert sind.

„Die Kolleginnen fahren von Einrichtung zu Einrichtung, teils bis zu drei Einrichtungen am Tag und versorgen hier Kinder, die als Risikokinder gelten.“ erklärt Elisabeth Einweg, Leiterin des pädagogisch-psychologischen Dienstes.

Zukunftsprojekte unter finanziellem Druck

Sorge bereitet derzeit das Modellprojekt „Übergang macht Schule“, das Kindern mit Behinderungen den Weg in die Regelschule ebnet. Nach einer fünfjährigen Laufzeit steht die Finanzierung aktuell zur Debatte. Landtagsabgeordneter Josef Heisl (CSU) sicherte zu, sich für eine Weiterführung starkmachen zu wollen, gab jedoch zu bedenken, dass eine bayernweite Ausrollung derzeit schwer finanzierbar sei. Dennoch bleibe der Wert solcher präventiven Angebote für die Region unumstritten.

Stabwechsel im Förderverein

Im Rahmen des Besuchs wurde auch eine personelle Veränderung im unterstützenden Netzwerk bekannt gegeben. Bezirksrat Stephan Gawlik übernimmt den Vorsitz des Fördervereins von Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, die das Amt zehn Jahre lang bekleidete. Gawlik würdigte den Einsatz des Teams als „Arbeit mit Herzblut“, die direkt bei den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft ankomme.

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Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemeldung.

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